Cherubim

Schauspiel von Werner Fritsch
Luisenburg Festspiele Wunsiedel
Regie: Steffi Baier
Bühne: Jörg Brombacher
Kostüme: Anja Gil Ricart

Mit: Gerd Lohmeyer

Aufgewachsen ist der 1960 geborene Werner Fritsch auf der Hendelmühle, einem Sägewerk und Einödhof im Oberpfälzer Stiftsland. Da die Eltern wenig Zeit hatten, nahm sich Wenzel Heindl, der etwas sonderliche Knecht des Hofes, des kleinen Buben an – eine schöne Parallele zu der Geschichte von „Wast – Wohin?“. Der Mann, früh gehandicapt durch eine Kinderlähmung, ohne jegliche Schulbildung, aber ausgestattet mit einer blühenden Phantasie, eröffnete dem „Wernderl“ eine archaische Welt voller Naturmystik, kindlichen Jenseitsglaubens und wild fabulierender Phantastik. Werner Fritsch hat das alles aufgezeichnet, auf Tonbänder, Schwarzweiß-Filmmaterial und in einem ersten Buchmanuskript, in dem er die wundersame „oral history“ des Wenzel zu einem unverwechselbaren Stück bayerischer Literatur formte. In seiner bilderreichen und doch ganz einfachen Sprache läßt Fritsch uns teilhaben an der wahren Geschichte des Bauernknechtes Wenzel, der sein Leben zu erzählen und zu verstehen und deshalb die Welt zu erklären versucht, und entwickelt eine ähnliche Magie und Faszination, wie sie auch „Tannöd“ innewohnt. Der Roman „Cherubim“, ausgezeichnet mit dem Robert-Walser-Preis, machte Werner Fritsch über Nacht bekannt. Die Theaterfassung davon erleben Sie mit dem nicht nur in Wunsiedel wohlbekannten Gerd Lohmeyer, einem Spezialisten fürs Oberpfälzische und Meisterinterpreten skurriler, hintergründiger und anrührender Einzelgänger, als eine LuisenburgXtra-Eigenproduktion im Museumshof!

 

Fotogalerie: Cherubim, Stück im Ablauf

 

 

Presse

Der Neue Tag – Am Anfang war nix
Frankenpost – Leben und Leiden in der ewigen Seligkeit

 

Links

Webseite der Luisenburg Festspiele Wunsiedel: http://www.luisenburg-aktuell.de